BE 59/2022 – Waldbrand (B4) am 26.03.2022/13:33 Uhr

Fl.NÖ: Waldbrand (B2) für Zwettl-Stadt,Pötzles, Info:Einweiser vor Ort, Unterstützung ÖBH am 26.03/13:33 Uhr

Am 26.03.2022 wurden die Feuerwehren Stift Zwettl und Zwettl-Stadt durch Florian NÖ zu einem Waldbrand am TÜPl Allentsteig, im Bereich Pötzles, alarmiert.
Tank I und Tank II Zwettl rückten daraufhin mit 13 Mitgliedern zum Lotsenpunkt in Stift Zwettl aus, wo wir uns mit Tank und Pumpe Stift Zwettl trafen, um von einem Lotsen des Bundesheeres zum Brandort geführt zu werden. In weiterer Folge rückte auch noch Last I Zwettl mit 2 Mitgliedern als Versorgungsfahrzeug zum Einsatzort aus.
Bereits bei der Anfahrt war zu erkennen, dass es sich um einen Großbrand handelt.
Nach Ankunft an der Feuerlinie wurde beschlossen, Großalarm für die Feuerwehren auszulösen. So wurden im ersten Schritt 16 Feuerwehren in der Umgebung des Truppenübungsplatzes alarmiert, mit dem Zusatz, dass Güllefässer für die Brandbekämpfung benötigt werden. Durch die Tanklöschfahrzeuge Zwettl und Stift Zwettl wurde währenddessen begonnen, einen Waldabschnitt mit Wasser zu befeuchten, um die Ausbreitung des Feuers einzuschränken. Durch Pumpe Stift Zwettl wurde im Bereich Niederplöttbach die Einsatzleitung aufgebaut und eine Wasserversorgung für die Tanklöschfahrzeuge aufgebaut.
Da sich der Brand, durch den Wind angefacht, rasch ausbreitete, musste die erste Verteidigungslinie bald aufgegeben werden und die Feuerwehren mussten sich zurückziehen. Es wurden immer wieder neue Landstreifen und Wege mit den Güllefässern und den Tanklöschfahrzeugen mit Wasser benetzt, jedoch war die Brandintensität so stark, dass die Feuerwehren immer wieder zurückweichen mussten. Inzwischen war der Einsatz auf die Stufe B4 – höchste Brandeinsatzstufe – erhöht worden und insgesamt 23 Feuerwehren aus den Bezirken Zwettl, Krems-Land und Waidhofen/Thaya, die TÜPl Feuerwehr sowie 22 Landwirte mit Güllefässern standen im Großeinsatz.
Gegen 17 Uhr ließ der Wind glücklicherweise nach und die Feuerwehren konnten einen Löschangriff im Bereich Niederplöttbach starten. Hier konnte das Feuer durch die Feuerwehren und die Landwirte mit den Güllefässern aufgehalten und ein Übergreifen des Brandes auf private Waldbestände verhindert werden. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde in diesem Einsatzabschnitt die Brandbekämpfung unter Atemschutz durchgeführt.
Die Feuerwehr Zwettl-Stadt blieb in diesem Brandabschnitt bis ca. 21:30 Uhr stationiert und führte immer wieder Löschangriffe durch.
Als die Brandgefähr in diesem Abschnitt endgültig verhindert worden war, wurden die Zwettler Einsatzkräfte zur Einsatzleitung abkommandiert. Dort wurden einzelene Aufträge, wie zum Beispiel das einwassern eines großen Holzstoßes, durchgeführt. Kurz nach 23:00 Uhr konnten die Zwettler Einsatzkräfte, nach Rücksprache mit der Einsatzleitung, den Heimweg antreten. Um kurz nach 23:30 Uhr trafen die Tanklöschfahrzeuge wieder in Zwettl ein und nach den Reinigungsarbeiten der Geräte im Feuerwehrhaus war der Einsatz um kurz nach halb eins Uhr morgens abgeschlossen.

Die FF Zwettl-Stadt möchte sich auf diesem Weg bei allen eingesetzten Feuerwehren, den Landwirten, dem Bundesheer, der Polizei und dem Roten Kreuz für die sehr gute Zusammenarbeit bei diesem Einsatz herzlich bedanken!